Weinprinzessin Klara

Weinkönigin

Klara Zehnder, *20.02.1996, Randersacker

Sprachtalent Klara Zehnder aus Franken plauderte zu Beginn des Vorentscheids mit Moderator Holger Wienpahl über ihre Auslandsaufenthalte, ihren Spaß am Reisen und begrüßte das Publikum dann charmant in fließendem Norwegisch. Die Fachfragen zum Weinvertrieb und zur Bedeutung der Wasserversorgung im Weinbau beantwortete sie sicher und treffend.

Im Wein-Quickie wie bei den Wein-Nachrichten des Vorentscheids glänzte Klara mit Wissen und Fachbegriffen. Wie sie einem russischen Sommelier erklären würde, was „feinherb“ eigentlich bedeutet? Die Antwort in fließendem Englisch kam prompt und ausführlich, samit Hinweis, dass dieser Begriff weinrechtlich nicht definiert ist.

Im Finale wirkte Klara sehr souverän. Ihre Weinbeschreibung bei der Blindprobe war punktgenau, sie erkannte den Weißburgunder und ordnete ihn richtigerweise dem Anbaugebiet Saale-Unstrut zu. Im Spiel "Sag die Wahrheit" bewies sie Cleverness, als sie im Team mit Carolin Klöckner geschickte Fragen formulierte und den Schweizer Käsemeister Urban Kaufmann als Weinpersönlichkeit entlarvte.

„Völlig überrascht und überwältigt“ nahm Klara Zehnder im Finale die Prinzessinnenkrone entgegen. „Erst allmählich geht die Überraschung in große Freude über", kommentierte die 22-jährige Studentin der Romanistik die Entscheidung.

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Beruf: Studentin der Romanistik an der Universität Würzburg

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Bei Schnee, Eis und Wintersport ist die Fränkin Klara Zehnder in ihrem Element; seit ihrem dritten Lebensjahr fährt sie Ski. Nach dem Abitur verbrachte Klara vier Monate im Freiwilligendienst auf einer norwegischen Farm in der Nähe von Oslo. 

Norwegisch ergänzt seither ihr reichhaltiges Fremdsprachenportfolio, zu dem neben Latein, Englisch und Französisch auch schon Spanisch und Portugiesisch gehört. „Ich möchte später einmal im Bereich Tourismus oder Veranstaltungen arbeiten, gerne auch im Ausland“ sagt die Studentin der Romanistik an der Universität Würzburg. In ihrer heimatlichen Umgebung und in der Familie gehört der Wein selbstverständlich zum Alltag. Ein Onkel hat ein Weingut, und ihre Eltern bewirtschaften knapp einen Hektar Weinberge nebenher, erzählt sie: „Die Arbeit im Weinberg machen wir selbst, das Lesegut geht an einen befreundeten Winzer und wird dort im Keller ausgebaut.“

Als Weinprinzessin von Randersacker wurde sie bei einem Besuch in der französischen Partnergemeinde Vouvray an der Loire überraschend in die dortige Weinbruderschaft aufgenommen – während die Weinbruderschaft in Franken zu diesem Zeitpunkt noch eine Männerdomäne war. Klara schwor in Französisch zu Gunsten des Weines auf Wasser zu verzichten. Die Medaille, die sie anlässlich des Schwurs verliehen bekam, trägt sie seitdem mit Stolz.