Weinkönigin Carolin

Weinkönigin

Carolin Klöckner, *9.9.1995, Vaihingen / Enz

Unter lautstarkem Jubel nahm Carolin Klöckner aus Vaihingen an der Enz die Krone und zahlreiche Glückwünsche entgegen. Überzeugend und kompetent präsentierte sich die 23jährige Studentin der Agrarwissenschaften bereits im Vorentscheid, charmant und schlagfertig war ihr Auftreten im äußerst spannenden Finale. Damit überzeugte sie die Fachjury und gewann die Sympathien der rund 800 Zuschauer im Saalbau in Neustadt. Im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) ist sie nun als 70. Deutsche Weinkönigin ein Jahr lang auf über 200 Terminen im In- und Ausland als Botschafterin für den deutschen Wein unterwegs.

Im Vorentscheid bekannte sich Carolin Klöckner zu ihrem Kindheitstraum, einmal Astronautin werden zu wollen, um die Welt und die Weinlandschaft aus anderer Perspektive zu sehen. Dass sie in der deutschen Weinwelt zuhause ist, bewies sie dann mit ihrem Auftritt in der Fachbefragung. Gekonnt erläuterte sie, warum das Amt der Deutschen Weinkönigin zeitgemäß ist, und welche Vorteile „Piwis“ (pilzwiderstandsfähige Rebsorten) bieten. Außerdem erklärte sie in fließendem Englisch, was den Müller-Thurgau ausmacht. Beim Wein-Quickie mit Lea Kopp aus Rheinhessen purzelten die Begriffe zu „Etikett“ zahlreich. Mit zwei Korrekturen der Wein-Nachrichten zum Klimawandel und zur Bewässerung ebnete sich Carolin den Weg ins Finale.

In der Wahlgala, die live vom SWR Fernsehen übertragen wurde, überzeugte Carolin vor allem durch ihre Natürlichkeit und Lockerheit, punktete aber auch mit Charme und Souveränität. Insbesondere ihre Gedächtnisleistung, als sie sieben von neun finnische Begriffe, die sie nur kurz zuvor gesehen hatte, in eine kurze Rede einflocht, beeindruckte Jury und Zuschauer gleichermaßen. Zuletzt hatte jede eine weitere kurze Rede zu halten, der eine Weisheit aus einem „Glückskeks“ zugrunde liegen sollte. Carolin fragte: "Was sagt die Biene zum Stachelschwein? Schön ist es auf der Welt zu sein!" und rief dazu auf, glückliche Momente bewusst zu genießen.

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Beruf: Studentin der Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim

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Obwohl Eltern und Stiefvater beruflich mit Beratung, Psychologie und Kieferorthopädie zu tun haben, steht für Carolin Klöckner das Thema Wein als Berufsziel an erster Stelle. Doch die 22jährige wuchs in Vaihingen mit elterlicher Landwirtschaft als Hobby und im Nebenerwerb auf und ist entsprechend naturverbunden. „Ich helfe gerne beim Gemüseanbau und verbringe Zeit mit meinen Tieren, vor allem mit meinem Pferd“, erzählt sie. So ist das Studium der Agrarwissenschaften nur folgerichtig und lässt gleichzeitig noch ein bisschen Spielraum für die weitere Ausgestaltung. In ihrer heimatlichen Umgebung machte sie selbstverständlich schon Bekanntschaft mit dem Weinanbau. Anlässlich einer Weinprobe der damaligen württembergischen Weinkönigin Mara Walz, erwachte Carolins Interesse für ein solches Amt. Zu ihrem Lieblingswein hat sie den Lemberger erkoren, denn „er schmeckt für mich wie Württemberg und verdeutlicht das Potential deutscher Rotweine.“ Wein sei Kulturgut und Kunstwerk zugleich, die Innovationsbereitschaft und Kreativität der deutschen Weinerzeuger begeistert Carolin: „Schon in meinem nahen Umfeld kenne ich viele unterschiedliche Ansätze und Konzepte beim An- und Ausbau von Wein, in denen sehr viel Leidenschaft steckt. Diese Vielfalt ist einfach unübertroffen!“

„Ich bin einfach nur überglücklich“, jubelte die frisch gekürte Weinkönigin unmittelbar nach ihrer Krönung. „Ich freue mich, das deutsche Winzerhandwerk weltweit bekannter zu machen“, sagte Carolin Klöckner, die ihr Studium an der Universität Hohenheim nun erst einmal pausieren lässt.