Weinprinzessin Katharina

Weinprinzessin 

Katharina Fladung, *16. Dezember 1992 aus Oestrich-Winkel im Rheingau

„Für mich zählt die Prinzessinnenkrone genauso viel wie die der Weinkönigin“, sagte Katharina Fladung voller Vorfreude auf ihr neues Amt. Unter dem lautstarken Jubel der Fans ließ sich die 23jäjrige Rheingauerin nach der Finalentscheidung von ihrer Vorgängerin Judith Dorst nur zu gerne die Prinzessinnenkrone aufsetzen.

Schon im Vorentscheid wirkte sie sehr sicher und kompetent, wusste Spontanvergärung ebenso zu erklären wie den Unterschied zwischen Weißherbst und Rosé. Katharina behauptete sich souverän auf der großen Bühne, überzeugte auch auf Englisch und schaffte es damit ins Finale der letzten sechs.

Dass sie einmal Weinkönigin wird, hat der Großvater, ein Winzer im Nebenerwerb, bereits prophezeit, als sie gerade einmal drei Jahre alt war und kurz die Krone der damaligen Kiedricher Weinkönigin aufgesetzt bekam. Und er sollte sehr recht behalten, denn schon bevor Katharina zur Rheingauer Gebietsweinkönigin gekürt wurde, war sie bereits als Schülerin vier Jahre Ortsweinkönigin in Winkel. Ihre Amtszeit inspirierte sie, „das Thema Wein zum Beruf“ zu machen, und so begann sie nach dem Abitur mit dem Studium der Internationalen Weinwirtschaft in Geisenheim, das sie nun ein Jahr lang zurückstellen wird. 

Im spannenden Finale gelang ihr gleich die Ansprache zum Oktoberfest in München, wo sie zum „Brathendl“ einen leichten Rotwein empfahl, und schon beinahe routiniert die Begriffe „Fingerhakeln“ und „Dirndl“ mit einbaute. Besonders aber punkete Katharina in der letzten Aufgabe des Abends, in der die drei Kandidatinnen in einer einminütigen Rede ein Hilfsprojekt vorstellen sollten, für das sie sich gerne engagieren würden. Hier legte Katharina engagiert und überzeugend dar, dass sie den „Clowndoktoren“ eine wertvolle Unterstützung wäre. „Ein Jahr Power geben und im In- und Ausland meine Begeisterung für die Weine aus den deutschen Anbaugebieten weiterzutragen, darauf freue ich mich sehr“, sagte Katharina, die ihre Bachelorarbeit über das Amt der Deutschen Weinkönigin schrieb.

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Weinwirtschaftlerin mit Rhythmus im Blut

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Das Studium der Internationalen Weinwirtschaft an der Hochschule Geisenheim University kann Katharina im Sommer beenden. „In Geisenheim habe ich nicht nur den Wein sondern die ganze Branche lieben gelernt und bin zur echten Genießerin geworden“, schwärmt die Rheingauerin. „Wenn der Bachelor dann im Sommer in der Tasche ist, kann ich meine Leidenschaft zum Beruf machen“.

Doch nicht nur die Leidenschaft zum Wein liegt der 23-jährigen Studentin der internationalen Weinwirtschaft im Blut. Neben dem Studium in Geisenheim füllen der Spaß am Backen und jede Menge Sport das Freizeitprogramm der Deutschen Weinprinzessin.

Echtes Bäckerblut fließt jedenfalls tatsächlich in den Adern von Katharina, hatte doch ihr Opa eine familieneigene Bäckerei. Und so übt sich die Hobbybäckerin nicht nur zu besonderen Anlässen an den verschiedensten Kuchen und Torten – sehr zur Freude von Familie und Freunden.

Damit die Kleider trotz Backkünsten noch passen, steht jede Menge Sport auf dem Programm. Neben Bouldern, Joggen und Volleyball ist es vor allem die Tanzgruppe „Blind Temptation“, in der die Studentin seit 6 Jahren ihrer Kreativität freien Lauf lässt. Die Showtanzformation tritt nicht nur in der närrischen Zeit auf den Rheingauer Bühnen auf. Neben Showacts auf Weinfesten, Geburtstagen und ähnlichen Feierlichkeiten präsentiert sich die Gruppe auch auf Turnieren im nationalen Raum.

Außerdem nimmt sich die Oestrich-Winklerin gerne etwas Zeit für ihre Familie, um vom Alltag auszuspannen. Die enge Bindung zu Zwillingsbruder Alexander und zum Rest der Familie zu pflegen, das ist der 23-jährigen wichtig. „Ich gehe da ganz nach Reinhard Mey: „Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muss sie zu Hause sein. Ein Spaziergang mit unseren Hunden oder ein paar Albernheiten mit meinen Brüdern und die Welt ist in Ordnung!“ erzählt die junge Frau. Gut, dass die ganze Familie Freude am Weingenuss hat. „Zumindest hier muss ich keine Überzeugungsarbeit mehr leisten“, so Katharina.